Wie funktioniert die Entfernung einer Tätowierung mittels Laser?

Der für die lichttherapeutische Behandlung verwendete Piko- oder Nanosekunden Q-switched Nd:YAG-, Rubin- oder auch Alexandrit-Laser beschießt die in der Haut eingeschlossene Farbpigmente der Tätowierung mit extrem kurzen und energiereichen, gebündelten Lichtimpulsen. Der Lichtimpuls wird mit seinen unterschiedlichen Wellenlängenbereichen speziell auf die zu entfernende Tattoofarbe eingestellt, damit das Farbpigment das Licht absorbiert und zersprengt wird. Die nun zerkleinerten Pigmente können sich in der Hautschicht nicht mehr halten und werden von den Makrophagen, körpereigenen Fresszellen aufgenommen (umflossen), assimiliert und/oder über das Lymphsystem abtransportiert. Das umliegende Hautgewebe wird durch diese schonende Art der Behandlung am wenigsten beeinträchtigt. Maßgebend ist neben der Energiedichte der Laser vor allen Dingen die Eindringtiefe und die Geschwindigkeit des Laserstrahls. Je kürzer der sogenannte Laserimpuls ist, desto weniger wird Ihre Haut bei der Behandlung in Mitleidenschaft gezogen. Wichtig dabei: zu langsame Laserimpulse erhöhen möglicher Weise die Gefahr von enstehenden Spaltprodukten beid er Pigmentzertrümmerung. Neueste Lasertechnologien bei Ihrem Hautarzt arbeiten im unteren Nano- und/oder sogar Pikosekundenbereich.

Welche Tattoofarben können entfernt werden?

Es gilt: Je dunkler die Farbe, desto besser ist das Absorbtionsverhalten des Laserlichtes, welches die Farbpigmente in Kleinstteilchen zersprengt!  Helle Farbtöne wie weiß, gelb und zum Teil hellgrün und türkis lassen sich also nur schlecht oder mit langwierigen Laserbehandlungen entfernen. Am besten sprechen die Farben schwarz, blau, dunkelblau und rot auf eine Laserbehandlung an.

Was sollte man nach der Laserbehandlung beachten?

Je weniger an der behandelten Hautstelle manipuliert wird, desto erfolgreicher und sehenswerter ist das Resultat! Jucken gehört leider zum Heilungsprozess. Das gelaserte Areal sollte 3 Tage lang nur vorsichtig gereinigt und abgetupft werden. Crémes zur Unterstützung von Wundheilung sind erlaubt. Entstandene Schorfkrusten und Blasen dürfen nicht abgekratzt und aufgestochen werden. Am wichtigsten ist, dass die Haut nach der Laserbehandlung bis zu 12 Wochen lang erhöht lichtempfindlich ist und sollte daher unbedingt vor UV-Strahlung durch die Verwendung von Sun-Blockern o.ä. geschützt werden

Wie viele Behandlungen sind notwendig, bis das Tattoo verschwunden ist?

Im Allgemeinen gilt: Der Erfolg bei einer Laserbehandlung hängt von zahlreichen und unterschiedlichen Faktoren ab, die eine exakte Vorausberechnung fast unmöglich macht! Die Erfahrung zeigt, dass Laientätowierungen oftmals weniger Sitzungen erfordern als Profi-Tattoos. Einflussfaktoren wie Farbzusammensetzung, Alter des Tattoos, Tiefe, Art und Größe der Pigmentierung, die körperliche Konstitution, Pflege in der Nachbehandlung aber auch die Verwendung der richtigen Lasertechnik sind ausschlaggebend für die Anzahl und Dauer der Lasertherapien. Die Haut und der Körper benötigen Zeit bis sie sich regeneriert haben. In der Regel rechnet man mit 6 – 12 Sitzungen im Abstand von 4 – 6 Wochen. Zum Ende hin gerne auch längere Behandlungspausen bis zu 12 Wochen. Je mehr Geduld Sie aufbringen, desto besser ist das Behandlungsresultat.

Was sollte man während der Lasertherapie beachten?

Während aber auch vor der Lasertherapie sollten Sie darauf achten, dass Sie das behandelte Hautareal keiner intensiven UV-Bestrahlung aussetzen für einen Zeitraum von mehreren Wochen. Gebräunte Haut beeinflusst massiv die Laserbehandlung. Urlaubspläne können mit Ihrem jeweiligen Lasertherapeuten abgestimmt werden. Zudem solltebn Sie auf massive Muskelkontraktion durch Sport für mind. 3 – 5 Tage verzichten, um die Gefahr von Entzündungsreaktionen und Heilungskomplikationen im gelaserten Hautareal zu minimieren. Einen genaueren und individuellen Nachsorgehinweis erhalten Sie von Ihrem Dermatologen.

Wie viel Zeit sollte zwischen den einzelnen Behandlungen liegen?

Ein Laser ist kein Radiergummi! Je geduldiger Sie mit der Lasertherapie sind, desto erfolgreicher wird das Behandlungsergebnis! Der Zeitraum der Regenerierungsphase für die Haut sollte 4 – 6 Wochen betragen, um beste Behandlungsergebnisse zu erzielen. Der Körper braucht seine eigene Zeit, um die zertrümmerten Tattoopartikel abzubauen. Es hängt aber ganz individuell vom jeweiligen Tattoo und Ihrer eigenen körperlichen Konstitution ab. Die Tätowierung wird sich auch Wochen nach der Behandlung immer weiter aufhellen. Je mehr Geduld Sie mitbringen, desto erfolgreicher ist die Tattooentfernung Ihrer ungeliebten Hautverzierung.

Welche Nebenwirkungen hat die Tattooentfernung YAG-Laser?

Schwellung, Reizung, Rötung Nach der Laserbehandlung wird die Haut besonders empfindlich, gereizt und gerötet sein. Eine leichte Schwellung kann durch Kühlung des Areals während und nach der Behandlung eingedämmt und unterdrückt werden. Während und nach der Behandlung kann die Tätowierung etwas gerötet sein. Bei starken aber sehr seltenen Hautreaktionen kann es zu Hell- /Dunkelfärbungen, Blasenbildungen, Hämatomen oder Infektionen kommen. Sonnenbäder und Sauna- und Solariengänge müssen vermieden werden, um eine Fleckenbildung der Haut zu umgehen. Pflaster und Kleidung sind der beste UV-Schutz. Die Einnahme von blutverdünnenden Mitteln, wie z.B. Aspirin® & Co. sollten ca. eine Woche vor Behandlungsstart abgesetzt werden, um Blutungen und Blutergüsse auszuschließen. Achten Sie bitte darauf, dass fast alle Psychopharmaka als auch Antidiabetika oder Johanniskraut als Beispiel, die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut erhöhen und letztere durch Laserlicht somit Hyper- oder Hypopigmentierungen zur Folge haben können. Bildung von Krusten, Schorf, Wundblasen Auf dem gelaserten Hautareal wird nach der Behandlung eine Kruste entstehen, worüber defekte Gewebezellen abtransportiert werden. Diese Kruste darf nicht abgeknibbelt werden, da sich hinter dem Schorf neue Hautzellen bilden und Sie den Regenerierungsvorgang ansonsten unterbrechen. Schwimmen und Vollbäder sollten während des Krustenstadiums vermieden werden, da es ansonsten zu Infektionen kommen kann. Das Hautareal sollte trocken und sauber gehalten werden. Leider ist eine Reaktion der Haut- und Pigmentzellen in der Phase nach der Behandlung nicht vorhersehbar, da jeder menschliche Organismus individuell reagiert. Die Gefahr einer Hyper- oder Hypopigmentierung besteht bei jeder Narbenbildung. Die Regenerierungsphase der Haut ist nach 6-8 Wochen spätestens abgeschlossen.